Alte Ziegelsteine haben etwas, das neuen Materialien oft fehlt - Charakter, einen warmen Farbton und eine Geschichte, die in jeder Ritze geschrieben steht. Anstatt in einer Ecke des Grundstücks oder auf dem Boden der Garage zu verstauben, können Sie ihnen im Garten ein zweites Leben geben. Sie eignen sich perfekt als Stützmauern für Hänge, als elegante Einfassung von Blumenbeeten oder als stimmungsvolle Mauern, die den Raum abgrenzen. Sie können zu einer subtilen Grenze zwischen einer Allee und einer Rasenfläche, einem Schutz für Bäume oder sogar zu einer markanten Mauer werden, die Sie von Ihrem Nachbarn trennt.
In diesem Artikel schlagen wir Ihnen vor, wie Sie alte Ziegelsteine sowohl praktisch als auch ästhetisch ansprechend verwenden können, um Ihrem Garten einen einzigartigen Charakter zu verleihen.
Ist eine Backsteinmauer im Garten eine gute Idee?
Mauern und Wände im Garten aus alten Ziegelsteinen sind eine hervorragende Lösung, die Schönheit mit Zweckmäßigkeit verbindet. Ihre Langlebigkeit bietet einen soliden Schutz und eine effektive Möglichkeit, verschiedene Teile des Grundstücks voneinander abzugrenzen.
Der rustikale Stil einer solchen Mauer, die leichten Verfärbungen und Spuren der Zeit auf den Ziegeln passen sowohl zu klassischen als auch zu modernen Gärten. Eine solche Mauer verleiht dem Raum zusätzlichen Charme. In Kombination mit der Bepflanzung entsteht eine stimmige und ansprechende Komposition.
Ziegelmauern oder Stützmauern sind vielseitig und lassen sich leicht in eine Vielzahl von Entwürfen, Beeten oder Hängen integrieren und werten das gesamte Grundstück auf. Außerdem eignen sie sich gut für Terrassen und Wege. Übrigens können Sie Gartenwege auch selbst aus Abbruchsteinen herstellen - hier zeigen wir Ihnen, wie das geht. hier sagen wir Ihnen, wie.

Wie baut man eine Gartenmauer aus alten Ziegeln?
Hier finden Sie eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, wie Sie eine gemauerte Gartenmauer bauen können.
Was brauchen Sie, um eine Ziegelmauer in Ihrem Garten zu bauen?
- Alte Ziegelsteine aus Abbrucharbeiten (Sie finden sie in unserem Shop <<)
- Bausand
- Zement oder fertig gemischter Mörtel
- Hydratisierter Kalk (optional - erhöht die Plastizität des Mörtels)
- Schotter oder Ballast für den Unterbau
- Geotextil (optional - gegen Unkraut)
- Wasser
- Werkzeuge: Spaten, Wasserwaage, Kelle, Gummihammer, Schubkarre, Eimer, Maurerschnur, Maßband

Schritt 1: Planung und Abgrenzung der Mauer
- Bestimmen Sie die genauen Abmessungen und den Verlauf der Mauer (gerade, gebogen, etc.).
- Schlagen Sie die Pflöcke ein und spannen Sie die Schnur dazwischen, um die Linie der Mauer zu markieren. Denken Sie daran, die Maße immer genau einzuhalten.
Schritt 2: Vorbereiten des Untergrunds
- Graben - 20-30 cm tief, 10 cm breiter als die Wand.
- Verteilen und verdichten Sie die Drainageschicht am Boden - etwa 10-15 cm Kies oder Schotter.
- Führen Sie die Entwässerung mit einem PVC-Rohr (mit Perforationen, in Geotextil eingewickelt) auf der Seite durch, die hinter der Mauer liegen wird - mit leichtem Gefälle in Richtung eines Abflusses (z.B. eines Schachtes, Grabens oder Freiraums). So vermeiden Sie Probleme mit Regenwasser, das sich am Fuß der Mauer sammelt, was besonders bei Stützmauern wichtig ist.
- Füllen Sie das Rohr mit einer weiteren Schicht Kies auf, bis es knapp unter dem Mörtelniveau unter der ersten Ziegelschicht liegt.
- Verteilen Sie Geotextil, um den Unkrautwuchs zu reduzieren (optional).
Schritt 3: Die richtigen Grundlagen vorbereiten
Wenn eine Stiftung notwendig ist:
- Wenn die Mauer als Stützmauer dienen soll, die mehr als 60-70 cm hoch ist.
- Hinter der Mauer befindet sich ein Erddamm, der einen konstanten Druck ausüben wird.
- Der Boden am Standort ist weich, lehmig oder instabil.
- Sie möchten, dass die Struktur ein Dutzend oder mehr Jahre ohne Reparaturen auskommt.
In diesem Fall wird ein ca. 30-40 cm tiefes Betonfundament (~80-100 cm bei schwereren Strukturen) die Haltbarkeit deutlich erhöhen.
Wenn auf die Stiftung verzichtet werden kann:
- Die Wand ist dekorativ oder unterteilt einen Raum (z.B. Bettumrandung, dekorative Wand).
- Die Höhe übersteigt nicht ~40-50 cm.
- Der Boden ist stabil und der Unterbau aus verdichtetem Kies und Schotter wird gut entwässern.
In diesem Fall können Sie nach dem Verlegen des Geotextils (Schritt 2) mit der Vorbereitung des Mörtels und dem Verlegen der Ziegel fortfahren (Schritt 4).

Schritt 4: Erste Schicht
- Bereiten Sie den Mörtel vor: Standard ist 1 Teil Zement, 3-4 Teile Sand, eventuell ein wenig Kalk und genug Wasser, um eine dicke, plastische Konsistenz zu erhalten.
- Tragen Sie eine Schicht Mörtel (ca. 2-3 cm) auf die Unterkonstruktion auf.
- Legen Sie die Steine nebeneinander, drücken Sie sie mit einem Gummihammer leicht an und überprüfen Sie sie mit einer Wasserwaage.
Schritt 5: Weitere Ebenen
- Legen Sie die Ziegel auf eine „Latte“ - die vertikalen Fugen sollten nicht übereinander liegen.
- Überprüfen Sie nach jeder Schicht das Niveau und die Senkrechte der Wand.
- Glätten Sie überschüssigen Mörtel mit einem Spachtel oder entfernen Sie ihn.
Schritt 6: Fertigstellung und Verfugung
- Nachdem Sie die letzte Schicht verlegt haben, formen Sie die Oberfläche so, dass sie leicht abfließt (leichtes Gefälle).
- Glätten Sie die Fugen mit einer Fugenkelle.
Schritt 7: Pflege
- Sobald der Mörtel getrocknet ist (etwa 2-3 Tage), können Sie die Ziegel mit einem wasserabweisenden Produkt imprägnieren, um das Eindringen von Feuchtigkeit zu verhindern.
- Entfernen Sie regelmäßig Moos und Unkraut, das in den Fugen wächst.

Was sollten Sie beachten, wenn Sie sich für eine Ziegelmauer in Ihrem Garten entscheiden? - Praktische Tipps
Die richtige Planung einer Ziegelmauer im Garten ist der Schlüssel dazu, dass Ihr Bauwerk stilvoll aussieht und jahrelang hält. Zunächst sollten sowohl der Standort als auch die Höhe der Mauer sorgfältig bedacht werden. Bei der Wahl des Standorts sollte nicht nur die Ästhetik berücksichtigt werden, sondern auch die Funktion, die die Mauer erfüllen soll.
Ein solides Fundament ist äußerst wichtig, da es die Stabilität der gesamten Konstruktion gewährleistet. Der Stil und die Farbe der Ziegel sollten mit der Gartenumgebung harmonieren, daher sollten Sie sich die verschiedenen Möglichkeiten ansehen. In unserem Shop finden Sie unter anderem Abbruchziegel in Gelb, Rot, Burgunderrot, Orange und Apfel.
Eine weitere wichtige Überlegung vor dem Baubeginn ist die richtige Vorbereitung der Baustelle:
- Der Untergrund muss gleichmäßig eben sein, damit die Ziegel genau verlegt werden können.
- Auch für eine wirksame Entwässerung sollte gesorgt werden - eine ordnungsgemäße Ableitung des Regenwassers schützt die Wand vor Feuchtigkeitsschäden.

Wie pflegen Sie eine Ziegelmauer in Ihrem Garten, damit sie lange hält und vorzeigbar aussieht?
Um sicherzustellen, dass die Ziegelmauer im Garten nicht nur dauerhaft, sondern auch ästhetisch ansprechend ist, ist eine systematische Pflege unerlässlich. Es ist wichtig, den Zustand des Mörtels zwischen den Ziegeln zu überwachen. Eventuelle Hohlräume sollten schnell repariert werden, um größere Schäden zu vermeiden. Ebenso wichtig ist es, für eine ausreichende Drainage um das Mauerwerk herum zu sorgen, da überschüssiges Wasser die Struktur schwächen und Schimmelbildung fördern kann.
Auch die Reinigung der Ziegel spielt eine wichtige Rolle bei der Erhaltung ihres Aussehens:
- Moos oder Schmutz können mit Bürsten und milden Reinigungsmitteln entfernt werden.
- Die Verwendung von Imprägniermitteln schützt die Ziegel vor Feuchtigkeit und Schmutz, was ihre Widerstandsfähigkeit erhöht und dazu beiträgt, dass sie ihr attraktives Aussehen behalten.
